agrigate.ch ::

afcontent

Rückblick

Die Produzentenpreisindizes für fast alle Fleischarten mussten im 2010 einen Rückgang verzeichnen.
© AGRIDEA
Inlandproduktion

Die schweizerische Rind- und Kalbfleischproduktion hat im Jahr 2010 um 0.8% zugenommen. Die inländische Schweinefleischproduktion nahm ihrerseits um 4.9% zu. Insgesamt wurden 3.4% mehr Schlachttiere produziert als noch ein Jahr zuvor.

Aussenhandel

Generell wurde im Berichtsjahr wieder mehr importiert. Die Importe von „rotem Fleisch“ (Rind-, Kalb-, Schaf-, Ziegen- und Pferdefleisch) haben im Berichtsjahr im Vergleich zum Vorjahr um 10% zugenommen. Auch „weisses Fleisch“ wurde weniger importiert. Der Umfang von eingeführtem Schweine- und Geflügelfleisch hat 2010 gegenüber 2009 um 1.3 % abgenommen.

Marktlenkung

Um dem saisonalen Überangebot an Schlachtkälbern KV und Jungvieh JB zu begegnen, wurde der Markt mit Einlagerungsmassnahmen von 248 Tonnen Kalbfleisch gestützt. Diese konnten in der zweiten Jahreshälfte wieder auf dem Markt in Umlauf gebracht werden.

Konsum

Der Konsum von Fleisch aller Arten nahm um 2.1% auf 62.4 kg pro Kopf zu. Mit Ausnahme des Kalbfleisches konnten alle Fleischarten eine Zunahme verzeichnen.

Preise

Die Produzentenpreisindizes für fast alle Arten (Kühe, Schweine , Lämmer und Geflügel) mussten im Jahr 2010 einen Rückgang verzeichnen. Einzig Stiere und Kälber konnte eine Zunahme verzeichnen. Mit Ausnahmes von Schaffleisch waren alle Fleischarten im Berichtjahr billiger zu kaufen. Die Konsumentenpreisindizes für Rind, Kalb, Schwein, Geflügel und Wurstwaren war im Berichtsjahr tiefer als im Vorjahr.

Aktuelle Informationen zum Fleischmarkt:

Vieh und Fleisch International

Quelle: Landesanstalt für Entwicklung der Landwirtschaft und der Ländlichen Räume (LEL)

Die Weltfleischerzeugung stieg entsprechend der positivern Entwicklung der Weltwirtschaft kontinuierlich an. Seit 1990 beträgt der Zuwachs 56%.

Mehr als eine Verdoppelung der Produktion fand seit 1990 in Asien und Südamerika statt. Schwächer war der Produktionszuwachs in Nord- und Zentralamerika, Afrika und Ozeanien. In Europa ging die Produktion von 1990 bis 2000 um fas 20% zurück, um sich dann mit geringen Schwankungen zu stabilisieren.
Auf Kontinenten mit hohem Fleischverbrauch ist auch die Produktion besonders hoch. Über 40% der globalen Fleischerzeugung findet in Asien statt, etwas unter 20% in Nordamerika und Europa.

Welthandel

Etwa 26,1 Mio Tonnen Fleisch, 9% der Erzeugung wurden 2010 exportiert. Gegenüber dem Vorjahr ist dies eine Steigerung um 0.7 Mio. t oder 2.8%. Damit kehrt sich die Entwicklung des Vorjahres wieder um, als verursacht durch die Finanzkrise der Welthandel mit Fleisch, aber auch anderen Wirtschaftsgütern einbrach.

Geflügel- und Rindfleisch mit einem Handelsanteil von je etwa 12% werden international stärker gehandelt als Schweinefleisch mit 6%.

Im Jahr 2010 waren die grössten Exporteure bei Schweinefleisch die USA, die EU und Kanada, Bei Rindfleisch exportieren Brasilien, Australien und die USA am meisten. Bei Geflügelfleisch sind Brasilien und die USA weit vor China die bedeutenden Exporteure.

Der Fleischverbrauch pro Kopf weltweit stieg von 27 kg im Jahr 1970 auf 40 kg an. Sowohl bei der absoluten Höhe wie auch beim Zuwachs des Fleischverbrauches gibt es riesige Unterschiede. Am wenigsten Fleisch wird auf dem indischen Subkontinent in Indien und Bangladesh mit unter 4kg/Einwohner jährlich verbraucht.

Aussichten

Für die Zukunft ist mit einer weiteren Ausdehnung der Fleischproduktion in Asien (China, Thailand, Vietnam, Indien) und Südamerika (Brasilien Argentinien, Chile) zu rechnen. Auf dem afrikanischen Kontinent wächst die Bevölkerung schneller als die Produktion. Für Russland werden weiter Fleischimporte notwendig sein, da die Tierproduktion noch nicht auf das Niveau vor der Umbruchphase zurückgekehrt ist. Die USA und Europa werden weiter versuchen, ihr Exportpotential zu halten oder auszudehnen.

Fachteil

News

Werbung

  • Der öffentliche Schlachtviehmarkt lohnt sich in jedem Fall !