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Emmentaler will in aussereuropäische Märkte expandieren
19.04.2012 - (lid) – Emmentaler Switzerland machte 2011 vor allem der Absatzeinbruch im wichtigen Auslandmarkt in Italien zu schaffen. Gute Verkäufe seit Anfang Jahr sorgen aber für verhaltenen Optimismus. Zudem will Emmentaler aussereuropäisch expandieren.
Alleine in Italien konnten letztes Jahr 2‘000 Tonnen Emmentaler AOC weniger verkauft werden, wie die Sortenorganisation Emmentaler Switzerland mitteilt. Das ist ein Einbruch von 20 Prozent. Auch der steigende Absatz in anderen Exportmärkten habe diese Verluste nicht mehr wettmachen können.
Insgesamt wurden 24‘290 Tonnen Emmentaler abgesetzt, rund 2‘000 Tonnen weniger als im Vorjahr. Im Schweizer Detailhandel konnte der Absatz leicht gesteigert werden. Verhalten optimistisch zeigte sich Emmentaler Switzerland an der heutigen Delegiertenversammlung in Bern aufgrund der guten Verkaufszahlen seit Jahresbeginn. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum stieg der Absatz um 30 Prozent an.
Die Sortenorganisation sieht neben dem aktuellen Frankenkurs auch die aktuelle Handelsstruktur mit grossem Preiskampf als Problem an. Ernsthaft geprüft werden soll nun die Möglichkeit einer Angebotsbündelung in Form eines zentralen Käseeinkaufs. Auch die Wiedereinführung der zentralen Mengensteuerung werde wieder geprüft, so Emmentaler Switzerland.
Weil in den bestehenden europäischen Absatzmärkten die Käsemärkte gesättigt sind, will Emmentaler ab 2013 in aussereuropäische Märkte expandieren. Welche Wachstumsmärkte angegangen werden sollen, prüft Emmentaler derzeit.
