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Käseexporte nehmen trotz Frankenstärke zu
06.02.2012 - (lid) – Die Käseexporte nahmen im 2011 gegenüber dem Vorjahr um 1,4 Prozent auf 64‘528 Tonnen zu. Die Importe legten um 4,3 Prozent auf 48‘892 Tonnen zu.
Die Exportzahlen seien besser ausgefallen als erwartet, teilen Switzerland Cheese Marketing (SCM) und die TSM Treuhand mit. Denn im ersten Halbjahr 2011 schrumpften die Ausfuhren um 2,3 Prozent gegenüber der gleichen Vorjahresperiode. Dass Ende Jahr dennoch ein Plus resultierte, sei verstärkten Verkaufsförderungsmassnahmen zu verdanken.
Zu den Gewinnern gehören die Spezialitäten-Käse, deren Ausfuhren markant zunahmen (+3’032 t, +72.1%). Diese hätten von der Türöffnerfunktion der bekannten Sortenkäse profitiert, heisst es in einer Medienmitteilung. Letztere haben hingegen an Boden verloren: Die Exportverluste betragen beim Appenzeller 69 Tonnen (-1.2%), beim Le Gruyère AOC 267 Tonnen(-2.2%) und beim Emmentaler AOC 1'814 Tonnen (-9.4%).Dennoch bleiben die grossen Sorten die Hauptabsatzträger. Mit rund 40 Prozent der Käseexporte ist Deutschland für die Schweizer Käse das wichtigste Exportland. In Italien konnte der Negativtrend des ersten Halbjahres gebremst werden.
Die Importe nahmen um 4,3 Prozent auf 48‘892 Tonnen zu. Ausser bei den Hartkäsen (-122 t, -4.1%) nahmen die Importe in allen Kategorien zu: Frischkäse (+645t, +3.7%), Weichkäse (+368t, +3.6%), Halbhartkäse (+328t, +4.5%) und Extrahartkäsen (+364t, +6.5%). Hauptimportmärkte sind Italien (18'172t), Frankreich (13'206t) und Deutschland (11'121t), wobei 2011 insbesondere Deutschland (+780t, +7.5%) und Italien (+716t, +4.1%) zugelegt haben.
