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Bauernverband kritisiert Preisüberwacher

31.08.2010 - (lid) – Der Aufruf von Preisüberwacher Stefan Meierhans, vermehrt im Ausland einzukaufen, stösst auf grosses Unverständnis beim Bauernverband.

Als „total falsch“ bezeichnete der Bauernverband die Aufforderung des Preisüberwachers, künftig mehr im Ausland einzukaufen, da der tiefe Eurokurs nicht weitergeben würde. Gerade bei den Lebensmitteln sei der Einkaufstourismus ein grosses Problem, was den Druck auf die Schweizer Bauernfamilien verstärke, schreiben Hansjörg Walter und Jacques Bourgeois am 31. August in einem offenen Brief an Meierhans. „Wir finden es absolut nicht in Ordnung und ökologisch unsinnig, wenn Schweizer mit Schweizer Lohn ins nahe Ausland fahren – wo die Leute notabene viel weniger verdienen – um dort ihre Lebensmittel einzukaufen.“ Mit durchschnittlich sieben Prozent gebe ein Schweizer Haushalt im weltweiten Vergleich wenig für Essen aus. Teurer seien Schweizer Lebensmittel unter anderem aufgrund hoher Auflagen in den Bereichen Tierschutz und Ökologie. Der Bauernverband erhofft sich von Meierhans künftig differenziertere Aussagen.

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