agrigate.ch ::

landwirtschaft.ch > Agrarpolitik

Tabakproduzenten stossen zur SALS

19.07.2010 - (lid) – Die Schweizerischer Vereinigung für einen starken Agrar- und Lebensmittelsektor (SALS), die sich gegen den Agrarfreihandel mit der EU einsetzt, begrüsst neu den Tabakpflanzerverband SwissTabac in ihren Reihen.

Der Schweizer Tabaksektor wäre mit einem Agrarfreihandelsabkommen gefährdet, schreibt die SALS in einer Medienmitteilung. Denn bei einer Unterzeichnung eines solchen Abkommens müsste wahrscheinlich das europäische Recht vollständig übernommen werden. Dieses sei bezüglich Zigarettenproduktion viel restriktiver als die Schweizer Gesetzgebung. Damit gingen voraussichtlich 4‘000 Arbeitsplätze verloren und einige hundert Bauernfamilien müsste mit der Produktion aufhören. Ferner würde die Aussiedlung der Industrie wegen wegfallender Tabaksteuererträge ein grosses Loch in die Staatskasse reissen, heisst es weiter.

Der Export von Zigaretten aus der Schweiz belief sich laut SALS im Jahr 2008 auf rund 750 Millionen Franken, was über zehn Prozent des gesamten Exports der Agrar- und Lebensmittelwirtschaft ausmache. Die Tabakimporte hingegen seien um 300 Mio. Franken zurückgegangen. Damit weise der Tabakhandel mit 450 Mio. Franken die positivste Handelsbilanz im ganzen Agrarsektor auf.

Neben SwissTabac sind auch das Centre Patronal und die „Société des encaveurs de vins suisses“ Mitglied bei SALS geworden.

 

Zurück

Suche AgroNews

Datum

Werbung