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Agrarnachfrage nimmt Fahrt auf

10.03.2010 - (lid) - Agrarprodukte werden in den kommenden zehn Jahren teuer, weil die internationale Nachfrage wieder anzieht.

Die Tendenz wird verstärkt durch ehrgeizige Biokraftstoffziele verschiedener Staaten. Zu diesem Schluss kommt das US-Forschungsinstitut für Agrarpolitik (FAPRI) der Universität Iowa in seinem jetzt veröffentlichten Ausblick. Traditionell legen die Wissenschaftler ihre Prognose vor, kurz nachdem das amerikanische Landwirtschaftsministerium USDA seine jährliche Zehnjahresprognose zu den internationalen Agrarmärkten veröffentlicht.

 

Die Aussagen sind recht ähnlich. Das FAPRI erwartet, dass sich die Weltwirtschaft schon 2010 deutlich erholen und ab 2011 zu früherem Wachstum zurückkehren wird. Damit sind nach Einschätzung der Wissenschaftler steigende Rohölpreise absehbar, die auch die Rohstoffe für Biokraftstoffe verteuern. Besonders profitieren werden die Preise für Ölsaaten, die sich schon 2009/10 recht unbeeindruckt von der schwachen Weltwirtschaft gezeigt haben. Die FAPRI-Experten erwarten, dass die Notierungen für Pflanzenöl besonders stark anziehen werden, weil das Öl sowohl als Nahrungsmittel als auch als Biokraftstoff verstärkt nachgefragt wird. Gleichzeitig dürfte die asiatische Nachfrage nach Ölschroten in den kommenden Jahren Fahrt aufnehmen. Denn die US-Wissenschaftler prognostizieren auch, dass der Fleischverbrauch weltweit stark wachsen wird.

 

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