agrigate.ch ::

landwirtschaft.ch > Tiere

Solothurner Komitee gegen Tierschutzanwalt-Initiative

18.02.2010 - (lid) – Die Tierschutzanwalt-Initiative ist "für die Katz". Diese Meinung vertritt ein Solothurner Komitee mit dem FDP-Ständerat Rolf Büttiker, dem CVP-Nationalrat Pirmin Bischof und der Spitze des Solothurner Bauernverbandes.

Mit dem Obligatorium für einen Tierschutzanwalt in allen Kantonen werde nicht nur der Föderalismus verletzt, auch der gesunde Menschenverstand bleibe auf der Strecke, argumentierte Büttiker, der auch als Präsident des Schweizerischen Fleischfachverbandes amtiert. Allen Akteuren der Fleischbranche sei es erstes Gebot, allen Tieren mit Anstand und Würde zu begegnen. Weil die Qualität von Fleisch stark von Tierhaltung und Tierschutz abhängig sei, habe die Branche ein grosses Eigeninteresse an einem hohen Tierschutzstandard.

Bischof hält die Initiative für "staatspolitisch und juristisch falsch". Mit der Schaffung einer neuen Rechtsinstanz werde der Staatsapparat unnötig aufgebläht. Man habe bereits genügend Vollzugsorgane, um die geltenden gesetzlichen Bestimmungen umzusetzen. Die Umsetzung des neuen, sehr strengen Tierschutzgesetzes funktioniere in den meisten Kantonen einwandfrei.

Peter Brügger, der Geschäftsführer des Solothurner Bauernverbandes, bekräftigte, die Nein-Parole sei nicht eine Absage an den Tierschutz, sondern ein Nein zur Aufblähung der Staatsbürokratie. Die Bauernfamilien hätten gelernt, mit immer strengeren Tierschutzvorschriften zu leben. Mit zum Teil massiven Investitionen hätten sie die Anforderungen umgesetzt und seien zu einem grossen Teil auf weiter gehende tierfreundliche Haltungsformen eingestiegen.

 

Zurück

Suche AgroNews

Datum

Werbung