Die Ausgangssituation für die Unkrautregulierung wird vor der Saat bestimmt.
Rüben wachsen langsam, schliessen die Reihen spät und sind konkurrenzschwach.
Die Bestände müssen zwischen dem 2- und 8-Blattstadium möglichst unkrautfrei gehalten werden.
Vor der Saat
In der Fruchtfolge
Wurzelunkräuter in der ganzen Fruchtfolge bekämpfen.
Die Flächen frei von Quecken, Ackerwinden und Disteln halten.
Nach der Getreideernte Unkrautsamen mit flacher Stoppelbearbeitung zum Keimen bringen.
Unkrautkur
Intensive mechanische Unkrautregulierung vor der Saat: Ein- oder mehrmaliges Eggen im Abstand von sieben bis zehn Tagen je nach Witterung.
Gute Keimbedingungen (genügend Feuchtigkeit und Bodentemperatur) für die wichtigen Sommerunkräuter (Melde, Amaranth, Hirsen, Knöterich etc.) nötig. In der Regel erst ab April.
Flache Bearbeitung mit Striegel, um nicht neue Unkrautsamen an die Oberfläche zu bringen.
Nur abgetrocknete Böden bearbeiten.
Vorauflauf
Blindstriegeln
Voraussetzung: Tiefe Saat auf 3 cm. Dies erhöht jedoch Gefahr von Wurzelbrand.
Selten erfolgreiche Massnahme.
Abflammen
Abflammen nur in den Reihen (evtl. Markiersaatgut einsäen).
Das Zeitfenster für das Abflammen ist sehr eng.
Unkräuter der 1. Auflaufwelle werden so in der Reihe gut reguliert.
Später zwischen den Reihen hacken.
Nachauflauf
Striegeln
Ab 4-Blatt-Stadium möglich.
Unkraut muss zwischen Keim- und 2-Blatt-Stadium sein.
Rübenpflanzen im Jugendstadium sind empfindlich -> reduzierte Fahrtgeschwindigkeit.
Erhöhte Saatdichte empfohlen.
Hacken
Sobald die Reihen sichtbar sind, Einsatz von Scharhacke, Sternhacke oder Hackbürste möglich.
Flach hacken, damit nicht Unkräutersamen an die Oberfläche geholt und dadurch zum Keimen angeregt werden.
Beim ersten Hackdurchgang Hohlschutzscheiben einsetzen.
Beim letzten Hackdurchgang kann leicht angehäufelt werden.
Vereinzeln
Erst ab 4-Blatt-Stadium, um späte Ausfälle zu kompensieren.
Zugleich nicht erfasste Unkräuter in der Reihe entfernen.