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Kartoffeln

Dank breitem Reihenabstand und intensiver Hackarbeit werden im Kartoffelanbau selbst Problemunkräuter reguliert.
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Informationen zum Biolandbau

Allgemeines

  • Dank dem breiten Reihenabstand und der intensiven Hackarbeit können im Kartoffelanbau selbst Problemunkräuter erfolgreich reguliert werden.
  • Die Kartoffel reagiert auf Unkrautkonkurrenz empfindlich mit Ertragseinbussen.
  • Durch das Hacken wird die Mineralisierung angeregt.
  • Vorbeugende und indirekte Massnahmen

    • Unkrautkur: 2-3 maliges Striegeln im Abstand von ca. 10 Tagen.
    • Bei hohem Unkrautdruck kann so vor dem Setzten ein grosser Teil der Unkrautsamen in der obersten Schicht reduziert werden.
    • Unkrautregulierung in der Vorfrucht beispielsweise durch häufigen Schnitt des Kleegrases oder intensive Stoppelbearbeitung nach frühräumenden Getreidearten.
    • Bei später Nutzung von Winterzwischenfrüchten besteht die Gefahr, dass die Böden beim Befahren bzw. Bearbeiten nicht genügend abgetrocknet sind und bei der Bodenbearbeitung und beim Hacken Kluten entstehen.

    Direkte Massnahmen

    Für die Durchfahrt in der Kultur sollten nur leichte Traktoren mit Pflegebereifung (max. 10 Zoll) verwendet werden.

    • Nach der Pflanzung die Dämme abwechselnd striegeln und hacken. Der Striegel beseitigt die Unkräuter auf den Dämmen, das Hackgerät zwischen den Dämmen. Hacken und striegeln in einem Arbeitsgang reduziert die Anzahl Überfahrten. Ideale Fahrgeschwindigkeit: 5.5 – 7 km/h. Der günstigste Zeitpunkt für die Unkrautregulierung ist zwischen dem Keim- und 2-Blattstadium der Unkräuter.
    • Erster Striegeldurchgang vor dem Auflaufen der Stauden (Blindstriegeln fördert das Auflaufen).
    • Zwischen Auflaufen des Krauts und Bestandeshöhe 10 cm nicht striegeln.
    • Nach dem Auflaufen möglichst noch zwei Mal hacken/häufeln.
    • Für gut deckende Dämme im letzten Arbeitsdurchgang Dammformer einsetzen.
    • Vorzugsweise am Abend hacken, wenn die Blätter nach oben gerichtet sind (geringere Verschüttung der Blätter).
    • Ab beginnendem Knollenansatz (kurz vor Blühbeginn) sollten keine Rhizome mehr verletzt und möglichst wenig Blattmaterial zerstört werden.

    Zu beachten ist:

    • Mit Hacken kann eine schlechte Bodenbearbeitung nicht korrigiert werden.
    • Das Hacken verlangt in geneigten Parzellen mehr Sorgfalt und in schweren Böden zudem viel Flexibilität bezüglich Bearbeitungszeitpunkt.
    • Kartoffelschorf wird durch Hacken etwas gefördert.

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