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Situation

Die Kantone Bern, Freiburg und Waadt ernten 70% der Schweizer Kartoffeln.

Produktion und Verwertung

Produktion und Verwertung im Kartoffelbau
Produktion
Ei n heit
2004
2006
2008
2009
2010 1)
Gesamte Anbaufläche
ha
13’333
12’081
11’058
11’215
10'889
Gesamte Kartoffelernte
t
526’700
391’500
473’100
521'000
421'100
Durchschnittsertrag
dt/ha
395
324
424
465
387
Verwertung
Frischkonsum
t
162’800
160’200
185‘200
187'600
Veredlung
t
126’700
133’200
156‘100
148'100
Saatgut
t
27’500
29’110
25‘300
24'400
Verfütterung ohne Finanzhilfe
t
91’300
11’400
79‘500
76'500
Verfütterung mit Finanzhilfen
t
58’800
61’200
27‘000
84'900
Verarbeitung zu Flocken und Mehl (Futter)
t
55’700
14’100
300
Export Saatkartoffeln, Kartoffelprodukte
t
3’900
5’800
4‘300
1'500

1) provisorische Angaben  BLW/swisspatat

Kartoffelernte 2010: Zurück zu einer normalen Situation

Nach der Rekordernte 2009, hat die Produktion 2010 mit einer geernteten Menge von 421'000 t (-100'000 t, gegenüber 2009), wieder zu einem ausgeglichenen Marktverhältnis geführt. Ende 2010 befand sich genügend qualitativ gute Ware in den Lagern.

Auf Gesuch der Branche, bewilligte der Bund zwei zeitlich begrenzte Erhöhungen des Zollkontingentes „Kartoffeln für den Frischkonsum“, von 5'500 t und 800 t.

Beitrag Frischverfütterung

Für Posten welche der Frischverfütterung zugeführt wurden, wurden je nach Qualitäten abgestufte Beiträge ausbezahlt. Je nach Speiseanteil wurden die Posten mit einem Beitrag von Fr. 12.-- /dt Speiseanteil für die 2010 Ernte entschädigt.

Welt-Kartoffelmarkt

Schwerpunkte der weltweiten Kartoffelerzeugung sind Europa und Asien. In Europa konzentriert sich der Anbau von Kartoffeln auf die russische Föderation, die EU, sowie die Ukraine. Der weitaus überwiegende Teil der geernteten Kartoffeln dient der direkten Versorgung der Bevölkerung und wird nicht am Markt gehandelt. Lediglich in den hoch entwickelten Regionen Europas und Amerikas haben Kartoffeln als Handelsfrucht grössere Bedeutung.

In den entwickelten Ländern stagniert der Konsum von Kartoffeln und sie werden meist nicht mehr in ihrer ursprünglichen Form sondern als verarbeitete Produkte konsumiert. Die Kartoffel hat hier, trotz des relativ hohen Pro-Kopf-Verbrauchs ihre Bedeutung als Grundnahrungsmittel verloren. In Ländern wie der Ukraine, Russland und den baltischen Staaten zählt die Kartoffel nach wie vor zu den Grundnahrungsmitteln der Bevölkerung und erklärt somit den hohen Pro-Kopf-Verbrauch. Mit steigendem Lebensstandard in diesen Ländern wird aber auch dort die Bedeutung der Kartoffeln abnehmen, da die Bevölkerung zum Teil auf veredelte Nahrungsmittel umschwenken wird. Agramärkte 2009, LEL, Schwäbisch Gmünd

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