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Zwischenkulturen

Saatgut für ein Zwischenkulturgemenge mit vielen Pflanzenarten, u.a. Sonnenblume, Ackerbohne, Erbse, Buchweizen und verschiedene Getreidesorten.
© oekolandbau.de, BLE Bonn

Zwischenkulturen bereichern die Fruchtfolge. Wann immer zwischen zwei Kulturen genügend Zeit bleibt, sollten Zwischenkulturen angebaut werden. Reinsaaten von z.B. Senf oder Phacelia sind im Biolandbau eher unüblich. Die Art der Folgekultur entscheidet normalerweise darüber, ob ein winterhartes oder ein abfrierendes Zwischenkulturgemenge angebaut werden sollte. Winterharte Gemenge stehen meist vor solchen Hauptkulturen und auf Standorten, die im Frühjahr eine Pflugfurche zulassen, wie z.B. Körnermais oder Kartoffeln. Vor Sommergetreide und Leguminosen werden häufig abfrierende Gemenge angebaut. Eine fehlende Frühjahrsfurche würde hier unweigerlich die Gefahr des Durchwuchses erhöhen.

Mischungsbeispiele (winterhart)
Name
Saatmengenanteile
Bemerkungen
Wickroggen
10 – 15 kg Winterwicke
120 kg Grünroggen
Tief wurzelnde, futterbaulich nutzbare Zwischenkultur., Hinterlässt eine sehr gute Bodenstruktur. Aussaat nicht vor Ende September, da die Winterwicke sonst auswintert.
Landsberger Gemenge
21 kg Winterwicke
9 kg Inkarnatklee
30 kg Italienisches Raygras
Wertvolle, bewährte Winterzwischenfrucht mit überragender Wurzelleistung und Stickstofffixierung. Nutzbar zur Grünfütterung, meist aber Silagenutzung. Aussaat Ende September.
Mischungsbeispiele (abfrierend)
Name
Saatmengenanteile
Bemerkungen
Erbs-Wicke-Hafergemenge
90 – 110 kg Erbsen
30 – 40 kg Sommerwicken
60 – 80 kg Hafer
Aussaat Mitte August, im Herbst kann noch ein Futterschnitt geerntet werden. Sehr gute Durchwurzelung, hohe N-Sammelleistung, gute Unkrautunterdrückung
Sommerwicke
Ölrettich
60 kg Sommerwicke
10 kg Ölrettich
Reine Gründüngung, kann ins Ausfallgetreide gesät werden. Kostengünstige Mischung mit hohem Stickstoff-aneignungsvermögen
Auswahl der Mischungspartner

Der Anbau von Gräsern ist auf trockenen Standorten aufgrund des hohen Wasserbedarfs weniger empfehlenswert. Bessere Böden mit ausreichender Feuchtigkeit bieten ideale Bedingungen für den Anbau von Grobleguminosen, Alexandrinerklee und Perserklee.

Pflanzen mit kriechendem Wuchs wie Futtererbsen und Wicken ergänzen sich sehr gut mit Stützpflanzen, z.B. Ackerbohnen, Ölrettich, Raps oder Sonnenblumen. Kruziferen stehen günstig vor Getreide, Erbsen und Ackerbohnen und binden den Reststickstoff im Boden. Pflanzen mit schneller Jugendentwicklung (Phacelia, Buchweizen) unterdrücken Pflanzen, die eher langsam starten (Lupinen, Inkarnatklee, Weidelgras).

Selbstunverträglichkeit der Kulturen

Zu beachten sind die Anbaupausen und Grenzen für Körnerleguminosen innerhalb der Fruchtfolge: Werden Ackerbohnen oder Erbsen als Hauptkultur angebaut, sollten diese als Gemengepartner in der Zwischenkultur gemieden werden.

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