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Eiweisserbsen

Eiweisserbsen-Ernte: Bei unsachgemässer Mähdreschereinstellung können hohe Ernteverluste entstehen.
© AGRIDEA

  • Die Ernte erfordert grösstmögliche Sorgfalt, um erhebliche Verluste zu vermeiden.
  • Sommereiweisserbsen werden zwischen Wintergerste und Winterweizen geerntet.
  • Wintereiweisserbsen können etwa 2 Wochen früher geerntet werden.

Reife

  • Reife Kulturen sind in der Regel gelb.
  • Korn ist hart, in unteren Hülsen nicht mit Fingernagel quetschbar.
  • Ab 30 % Wassergehalt im Korn kann er täglich um 2 bis 4 % sinken.

Ernte

  • Ernte mit 12 bis 15 % Wassergehalt im Korn.
  • Unter ungünstigen Bedingungen (Unwetterrisiko, usw.) erfolgt die Ernte mit Vorteil schon bei einem Wassergehalt von 18 %.
  • Bei einem Wassergehalt von über 13 % sind Eiweisserbsen stark anfällig für Schimmelpilzbefall.
    -> Erbsen sofort nach der Ernte trocknen.
  • Bei Ernte unter trockenen Bedingungen verhindert Tau das Aufplatzen der Hülsen. Ernte am Morgen oder am Abend ist empfehlenswert.
  • Erbsenstroh trocken ernten (min. 87 % TS).
Mähdreschereinstellung
  • Für Pflanzen mit starker vegetativer Entwicklung, die in der Regel gelagert sind, ist es sinnvoll, den Mähbalken mit Ährenhebern auszurüsten (nach jedem dritten Finger).
  • Den Haspel nur einsetzen, wenn sich das Stroh bei den Ährenhebern verfängt. Der Einsatz des Haspels lässt die Hülsen platzen!
  • Dreschkorb ganz öffnen.
  • Dreschtrommel mit Maximum 500 Umdrehungen/min. laufen lassen.
  • Maximum an Wind geben.
  • Siebwahl je nach Korngrösse.
  • Gelagerte Bestände nur in Gegenrichtung zur Lagerung dreschen.

Übernahmebedingungen

  • Max. 12 % Feuchtigkeit +/- 1 % Analysegenauigkeit
  • Aktuelle Richtpreise siehe www.swissgranum.ch

Silage

  • Eiweisserbsen können ganz, gequetscht oder vermahlen allein oder in Mischung mit Gerste oder Triticalesiliert werden.
  • Der Wassergehalt sollte 20 % oder mehr betragen. Evtl. Erntegut anfeuchten.
  • Nur schwache Gärung Siliermittel (Propionsäure 0.4 %) anwenden.
Informationen zum Biolandbau
  • Im Biolandbau ist Propionsäure nicht zugelassen. Es ist daher nur die trockene Lagerung der Körner möglich.
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