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Eiweisserbsen

Blühende Eiweisserbsen haben einen hohen Wasserbedarf.
© AGRIDEA

Allgemeines

  • Wissenschaftlicher Name Pisum sativum L., Familie der Schmetterlingsblütler (Fabaceae)
  • Es existieren Sommer- und Winterformen
  • Durchschnittliche Erträge um 40 dt/ha
  • Durch die Verwendung von blattlosen, rankenden Sorten wenig Lagergefahr
  • Keine Winterruhe: Wachstum ist temperaturabhängig
  • Pflanze mit hohem Wasserbedarf während der Blüte (Ende Mai bis Mitte Juni), Hitzeperioden und Trockenheit führen zu Blütenfall.
  • Für den Anbau der Kultur gibt es Flächenbeiträge von CHF 1000.-/ha (Stand 2009).

Vergleich von Winter- und Sommereiweisserbsen

Merkmal
Wintereiweisserbsen
Sommereiweisserbsen
Höhenlage
bis 700 m ü. M.
bis 900 m Höhe ü. M.
Kältetoleranz
im 3-4-Blatt-Stadium: -8 C bis – 15 C (etwa wie Wintergerste)
-6 C
Vegetationsdauer
235 bis 240 Tage
125 bis 130 Tage
Blütezeit
Mitte Mai bis Ende Mai
Ende Mai bis Mitte Juni
Erntezeit
2-3 Woche früher (ab Ende Juni)
ab Anfang Juli
Proteingehalt
22-23 %
23-25 %
Vorteile
  • Bodenbedeckung während des Winters -> keine Zwischenfrucht nötig
  • bessere Ansaatbedingungen im Herbst
  • frühere Blüte und Abreife -> weniger anfällig auf Trockenheit
  • weniger Blattlausbefall
  • grössere Sortenauswahl
  • kein Überwinterungsrisiko
  • höheres Ertragspotential
  • auch in höheren Lagen möglich
  • weniger anfällig auf Brennflecken
Nachteile
  • tiefere Saat notwendig (technisch schwieriger)
  • Überwinterungsrisiko
  • evtl. Unkraut-Nachbehandlung im Frühling gegen Frühlingskeimer notwendig
  • erhöhtes Risiko für Pilzkrankheiten
  • hohe Bodenfeuchtigkeit zur Saatzeit
  • anfällig auf Sommertrockenheit
  • Zwischenfrucht nötig oder Winterbrache

Boden

am besten geeignet
geeignet
ungünstig
  • tiefgründige Böden
  •  mittelschwere Böden
  • mittelgründige Böden
  • flachgründige, zu Trockenheit neigende Böden
  • steinige Böden
  • schwere Böden
  • Staunässe
pH-Wert über 6 gewährleistet die ungestörte Entwicklung von Knöllchenbakterien.

Fruchtfolge

Optimale Fruchtfolgen im Feldbau

Anbaupause zwischen 2 Erbsenkulturen: mindestens 6 Jahre (Fuss- und Welkekrankheiten)

Vorfrucht
Getreide
Raps,
Kartoffeln
Rüben,
Mais
Leguminosen,
Kunstwiesen
Winter-eiweiss-erbsen
++
+
+/-
- -
Sommer-eiweiss-erbsen
+
+
++
- -
Probleme
Durchwuchs
Nur bei guter Bodenstruktur und rechtzeitiger Ernte
Schlechte N-Ausnutzung,
Blattrandkäfer

Vor Sommererbsen abfrierende Zwischenkulturen ohne Leguminosen wählen.

Fachteil

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