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Waldweide

Die Doppelnutzung des Waldes als Weide und zur Holzproduktion hat eine lange Tradition.
© AGRIDEA
Allgemeines
Bedeutung
Als Waldweiden sind 2’300 ha Fläche angemeldet. 97 % davon befindet sich in der Bergregion! Eingestuft als qualitativ wertvoll sind 17 %.
Öko-Leistung
Die Doppelnutzung der Waldfläche als Weide und für die Holzproduktion hat eine lange Tradition. Heute ist die Verbreitung dieses Nutzungssystems regional sehr unterschiedlich. In Graubünden und den Nordwest-Alpen wird ein Viertel der Waldfläche beweidet, andernorts höchstens 5 %. Je nach Düngung, Bestockungsgrad, Tierart und Beweidungsdauer können ökologisch sehr wertvolle Waldweiden entstehen. Durch das Mosaik von krautiger, buschiger und hoher Vegetation entsteht ein Lebensraum, der viele Bedürfnisse (Nahrung, Schutz, Entwicklungsmöglichkeit) verschiedener Tiere befriedigen kann. Vögel, wie z. B. der Baumpieper, fühlen sich in dieser Landschaft wohl, haben sie doch Singwarte, Nistmöglichkeit und Jagdrevier auf engstem Raum.
Geeignete Standorte
Tipps zur Verbesserung der Lebensbedingungen für Tiere und Pflanzen
Auflagen und Beitrag
Voraussetzungen
  • Anrechenbar ist nur der Weideteil
  • Keine Zufütterung auf der Weide
Düngung
  • Keine stickstoffhaltigen Mineraldünger
  • Hofdünger, Kompost und nicht stickstoffhaltige Mineraldünger nur mit Bewilligung der für die Forstwirtschaft zuständigen Stellen
Nutzung
  • Grundsätzlich Weidenutzung
  • Mindestens 1 x jährlich
  • Säuberungsschnitt erlaubt
Pflanzenschutz
Nur mit Bewilligung der für die Forstwirtschaft zuständigen Stellen
Verpflichtungsdauer
Nach der Anmeldung mindestens 6 Jahre ohne Unterbruch am gleichen Standort
Weiteres
Breitflächig artenarme, auf eine nicht extensive Nutzung hinweisende Bestände werden ausgeschlossen. Das heisst:
  • Mehr als 20 % der Fläche mit ital. Raigras, engl. Raigras, Wiesenfuchsschwanz, Knaulgras, Wiesen- und gemeines Rispengras, scharfer und kriechender Hahnenfuss sowie Weissklee
  • Mehr als 10 % der Fläche mit Zeigerpflanzen für Übernutzung oder Lägerfluren: Blacken, guter Heinrich, Brennesseln und Disteln
Beitrag
Anforderungen an die biologische Qualität ÖQV
Grundsätzliches
  • Die Teilnahme am Programm ÖQV ist freiwillig. Wenn Sie sich entschliessen mitzumachen, gelten unten aufgeführte Auflagen.
  • Die hier aufgeführten Anforderungen sind die Mindestanforderungen des Bundes. Aufgrund der örtlichen Verhältnisse haben einzelne Kantone die Anforderungen ergänzt oder geändert. Informieren Sie sich bei den kantonalen Vollzugsstellen über die verbindlichen kantonalen Anforderungen und Beiträge.
Qualitätsanforderungen
  • Die Fläche weist die zur Erreichung der Mindestqualität notwendige Anzahl Zeigerpflanzenarten oder Strukturen auf.
Maximal möglicher Beitrag
Fachteil

News

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