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Extensiv genutzte Weide

Extensiv genutzte Weiden sind sehr artenreich.
© AGRIDEA
Allgemeines
Bedeutung
In der ganzen Schweiz sind bislang 20'900 ha extensiv genutzte Weiden angemeldet. 80 % davon in der Hügel- und Bergregion. Eingestuft als qualitativ wertvoll sind 13 %.
Öko-Leistung
Extensiv genutzte, nährstoffarme, grosse, auf coupiertem Gelände gelegene Weiden sind sehr artenreich. Weil die Weidetiere nicht alle Pflanzen gleich häufig abfressen, düngen oder zertreten, entstehen unterschiedliche Wachstumsverhältnisse und verschiedene Entwicklungsstadien der Pflanzen. Dies fördert und nützt den Tieren, die in der Weide vorkommen. Immer gibt es genügend Nahrung, Schutz und Entwicklungsmöglichkeiten für Jungtiere, Eier oder Raupen.
Geeignete Standorte
Trockene bis nasse, nährstoffarme Böden, oft Hanglagen (Schnitt erschwert) oder schwer zugängliche Orte
Tipps zur Verbesserung der Lebensbedingungen für Tiere und Pflanzen
Anlegen oder tolerieren von verschiedenen Strukturen, die einen wichtigen ergänzenden Lebensraum für Tiere in der Weide bilden, wie z.B.
  • Büsche, insbesondere dornenreiche, Bäume mit Totholz
  • Ast- und Steinhaufen
  • Viehtreppen und offene Bodenstellen.
Auflagen und Beitrag
Voraussetzungen
  • Mindestfläche je Parzelle: 20 Aren
  • Keine Zufütterung auf der Weide
Düngung
Keine (ausser durch Weidetiere)
Nutzung
  • Grundsätzlich Weidenutzung
  • Mindestens 1 x jährlich
  • Säuberungsschnitt erlaubt
Pflanzenschutz
Höchstens Einzelstockbehandlung von Problempflanzen.
Verpflichtungsdauer
Nach der Anmeldung mindestens 6 Jahre ohne Unterbruch am gleichen Standort
Weiteres
Breitflächig artenarme, auf eine nicht extensive Nutzung hinweisende Bestände werden ausgeschlossen. Das heisst:
  • Mehr als 20 % der Fläche mit ital. Raigras, engl. Raigras, Wiesenfuchsschwanz, Knaulgras, Wiesen- und gemeines Rispengras, scharfer und kriechender Hahnenfuss sowie Weissklee
  • Mehr als 10 % der Fläche mit Zeigerpflanzen für Übernutzung oder Lägerfluren: Blacken, guter Heinrich, Brennesseln und Disteln
Beitrag
Anforderungen an die biologische Qualität ÖQV
Grundsätzliches
  • Die Teilnahme am Programm ÖQV ist freiwillig. Wenn Sie sich entschliessen mitzumachen, gelten unten aufgeführte Auflagen.
  • Die hier aufgeführten Anforderungen sind die Mindestanforderungen des Bundes. Aufgrund der örtlichen Verhältnisse haben einzelne Kantone die Anforderungen ergänzt oder geändert. Informieren Sie sich bei den kantonalen Vollzugsstellen über die verbindlichen kantonalen Anforderungen und Beiträge.
Qualitätsanforderungen
  • Die Fläche weist die zur Erreichung der Mindestqualität notwendige Anzahl Zeigerpflanzenarten oder Strukturen auf.
Maximal möglicher Beitrag
Fachteil

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