agrigate.ch ::

Archiv Marktkommentare

Wenn Fleisch, dann Schweizer Fleisch


 

Regula Kennel

(Image: zVg)

Kommentar in der Bauernzeitung vom 26. März 2010

Schweizer Konsumenten sind von der Qualität heimischer Fleischprodukte überzeugt: Trotz eines Rückgangs des Pro-Kopf-Konsums um fast ein Kilogramm, ist der Anteil an Schweizer Fleischprodukten 2009 gegenüber dem Vorjahr deutlich gestiegen. Die Kon-sumenten sind von der Qualität der einheimischen Produkte überzeugt und das Preis-Leistungsverhältnis stimmt.

Nach dem ausserordentlich guten Jahr 2008 war die Situation 2009 entlang der gesamten Wertschöpfungskette deutlich schwieriger. Die Konsumlust war geringer, wodurch der Pro-Kopf- wie auch der Gesamtkonsum zurück gingen. Schweizweit wurde 1,0% weniger Fleisch gegessen. Der Pro-Kopf-Konsum sank um fast ein Kilo von 53,35 kg auf 52,38 (-1,8%). Davon waren praktisch alle Fleischsorten betroffen, ausser dem Kalbfleisch. Hier nahm die Menge an verkaufsfertigem Fleisch um 4,6% zu, während sowohl Rindfleisch (-1,9%) wie auch Schweinefleisch (-1,0%) einen Rückgang verzeichneten. Der Geflügelfleischkonsum blieb unverändert.

Die einheimische Produktion an Rindvieh wie auch an Schweinen war deutlich grösser als im vorangehenden Jahr. Die Grossviehschlachtungen stiegen um 4,2% auf 386 976 Stück an. Diese Zunahme war vor allem eine Folge der deutlich höheren Kuhschlachtungen (+ 9,7%). Die Differenz zum Vorjahr ist deshalb so gross, weil aufgrund der Situation auf dem Milchmarkt in den Jahren 2007 und 2008 aussergewöhnlich wenige Kühe zur Schlachtung gebracht wurden. Die Bankviehproduktion war 2009 lediglich um 0,1% höher als 2008. Bankkälber wurden 4,9% mehr geschlachtet als im Vorjahr. Zudem nahm das durchschnittliche Schlachtgewicht der Kälber um 2 kg zu. Daraus ergab sich eine Gesamtproduktion von Kalbfleisch von 32 238 Tonnen Schlachtgewicht (+6,6%). Die Produktion an Schweinefleisch stieg um 3%. Hingegen fiel leicht weniger Schaf- und Lammfleisch an (-0,5%).

Das gesteigerte Inlandangebot vermochte den Markt besser zu versorgen als 2008, brachte aber die Produzentenpreise unter Druck. Die Importmengen blieben unter dem Vorjahr, wodurch der Inlandanteil am Konsum bei allen Fleischsorten zunahm. Beim Kalbfleisch stammten 2009 rund 99% aus inländischer Produktion, beim Rindfleisch 85,4% gegenüber 80,8% und beim Schweinefleisch 93,7% gegenüber 90,0% im Jahr zuvor.

Regula Kennel, Proviande

Schlachtviehpreise

Teaser
Schweine
3.80
 
Ferkel
5.00
 
QM MT T3
7.90
 
QM VK A3
5.50
 
QM KV T3
12.30
 
Tränker
5.00
 
Lämmer
10.60
 

Werbung