Archiv Marktkommentare
Mehr Preistransparenz
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Brigitte Meier | |
Kommentar in der Bauernzeitung vom 19. November 2010
Der Marktkommentar in der BauernZeitung von letzter Woche gab Anlass zu sehr vielen Reaktionen. Durch Gespräche mit der IP-Suisse ist die Preistransparenz wieder gewährleistet. Neu werden in allen IP-Suisse-Tierkategorien die Läbelprämien wieder publiziert. Als Basispreis für IP-Suisse-Tiere gilt weiterhin der Micarna QM-Preis, er heisst neu „QM-Basispreis“.
Auf dem Schlachtviehmarkt herrscht gute Verkaufsstimmung. Jetzt werden die Schlachtungen für die Festtage Weihnachten und Neujahr getätigt und die Schlachthöfe und die Verwerter decken sich mit genügend Fleischwaren ein. Auf dem Kälbermarkt ist am meisten Zug drauf. Durch das sinkende Angebot und die steigende Nachfrage steigen die Preise. In den letzten drei Wochen gab es eine Preissteigerung von insgesamt 1 Franken pro kg Schlachtgewicht. Seit 15. November werden Fr. 15.50 – 15.80 für T3 bezahlt. Auch bei den Schafen laufen die Schlachtungen sehr gut. Für das Opferfest der Muslime Mitte November wurden viele Schafe geschlachtet und der Markt konnte vollständig abgeräumt werden. Die Preise haben sich dadurch erholt und befinden sich nun auf dem Vorjahresniveau, das heisst auf Fr. 9.40 pro kg Schlachtgewicht für LA T3.
Etwas ruhiger verläuft es auf dem Kuhmarkt. Das Angebot von fast 1000 Kühen auf den öffentlichen Märkten deckt die gute Nachfrage und der Markt ist damit ausgeglichen. Durch das erhöhte Rinderangebot hat sich der Bankviehmarkt etwas beruhigt. Die Rinderpreise wurden für Woche 46 um 10 Rp. pro kg Schlachtgewicht gesenkt und sind seit 15. November auf Fr. 8.20 für die T3. Dagegen etwas freundlicher verläuft der Munimarkt, sie gelten Fr. 8.40. Bankvieh soll jetzt geliefert werden, die Nachfrage stimmt.
Problematisch sieht es auf dem Schweinemarkt aus. Durch die laufenden Aktionen konnte der Schlachtschweinemarkt zu einem grossen Teil abgeräumt werden. Die Ferkelangebote sind weiterhin sehr gross, womit die Schweineproduktion auf ausserordentlich hohem Angebotsniveau weiter läuft.
Brigitte Meier, SBV
