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Schlachtvieh-Jahr 2010


 

Brigitte Meier
(Bild: zVg)

Kommentar in der Bauernzeitung vom 17. Dezember 2010

Die Verarbeitung von Schlachtkühen entsprach im zu Ende gehenden 2010 in etwa der Vorjahresmenge und der Markt verlief mit Preisen zu Jahresbeginn von 6.60 Franken je Kilo Schlachtgewicht für Kühe T3 relativ stabil. Erst Mitte September gab es mit den Alpabzügen Druck, der Preis sank bis November auf 5.70 Franken je Kilo Schlachtgewicht trotz guter Nachfrage.

Der Bankviehmarkt zeichnete sich durch starke Schwankungen aus, im Schnitt entsprachen Menge und Preise aber in etwa jenen des Vorjahres. Die Herbstsaison verlief mit leichten Preisschwankungen. Die Verkaufsförderungen beim Schweine- und Schaffleisch und das Wild konkurrenzierten den Bankviehmarkt. Durch ein erhöhtes Angebot sanken die Preise Ende November noch einmal. Der Markt verzeichnete besonders Zunahmen an Rindern, weshalb vor Weihnachten für Rinder T3 nur knapp einen Preis von 7.70 Franken pro Kilo SG realisiert wurde. Die Importfreigaben an Nierstücken und High-Quality-Beef beliefen sich im 2010 wie im Vorjahr auf 4850 Tonnen.

Die saisonalen Schwankungen auf dem Bankkälbermarkt waren auch dieses Jahr zu spüren. Der alljährliche Preissturz zum Jahresstart fiel ausserordentlich extrem aus. Binnen sechs Wochen sank der Preis für das Bankkalb T3 infolge steigenden Angebots bei rückläufiger Nachfrage von 15.70 Franken pro Kilo SG auf 13.00 Franken. Hinzu kam das zum billigen Ausserkontingentszollansatz von nur 6.38 Franken je Kilo importiertes, gepfeffertes Kalbfleisch für die Gastronomie. Verkaufsaktivitäten um die Osterzeit brachten eine kurze Erholung, bevor der Preis auf 11.70 Franken pro Kilo SG sank. Ansonsten kam der Kälbermarkt mit einer nur geringen Einlagerungsaktion aus. Anfang August stiegen aufgrund eines kleinen Angebots die Preise und erreichten Ende September 14.50 Franken pro Kilo SG. Sorge bereitete die gestiegene Menge an billigem, importiertem Würzfleisch, das die einheimische Produktion unter Druck setzte. In den Monaten September bis Dezember gab es Importfreigaben von insgesamt 425 Tonnen Kalbfleisch. Wie üblich kam im November neuer Zug in den Kälbermarkt und die Preise stiegen an. Dank einer sehr guten Nachfrage konnten in der Adventszeit Preise zum hohen Vorjahresniveau realisiert werden.

Brigitte Meier, SBV

Schlachtviehpreise

Teaser
Schweine
3.80
 
Ferkel
5.00
 
QM MT T3
7.90
 
QM VK A3
5.50
 
QM KV T3
12.30
 
Tränker
4.50
 
Lämmer
10.60
 

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