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Zwei Lösungen für den Schweinemarkt


 

Tobias Küng
(Bild: zVg)

Kommentar in der Bauernzeitung vom 17. September 2010

Der September ist bekanntlich ein zäher Monat für Schweineproduzenten. Die momentan desolate Situation ist aber nicht nur saisonal bedingt.

Die Kapazitätsgrenze auf dem Schweizer Schweinemarkt scheint endgültig erreicht worden zu sein. Die Schlachtschweine konnten trotz den hohen Schlachtungen der letzen Wochen nicht mehr vollständig platziert werden. Mit einem solch immensen Überangebot wurde es zunehmend schwieriger, den Preiszerfall abzufedern. Auch die Morenpreise (Muttersauen) geraten weiter unter Druck, obwohl die Angebote platziert werden können. Da es aber von den Schlachtschweinen genug Abschnitte hat, sind die Abnehmer nicht zwingend auf Morenfleisch angewiesen. Um dem grossen Angebot in allen Absatzkanälen entgegenzuwirken gibt es genau zwei vertretbare Möglichkeiten:

 

1. Langsam aber nachhaltig - Senkung des Tierbestandes.
Eine nachhaltige Reduktion des Schlachtschweineangebotes beginnt beim Ferkelerzeuger. Sei es über die Remontierung oder über den Morenverkauf. Das weiterhin grosse Jagerangebot und die durchschnittlichen Morenverkäufe deuten aber bisher nicht in diese Richtung. Ob weniger Tiere remontiert werden, ist schwierig zu beurteilen, jedoch ist festzuhalten, dass sich der Tierbestand sicherlich nicht im gewünschten Rahmen reduziert. Und bis sich eine Reduktion der Belegungen auf dem Schlachtschweinemarkt bemerkbar macht, vergehen weitere zehn Monate.

 

2. Die Sofortmassnahme - Senkung der Gewichte
Nun kommen die Mäster ins Spiel. Eine wirksame Reduktion des Angebotes kann mit der Senkung der Schlachtgewichte erreicht werden. Wer eher ausstallt wird auch eher wieder einstallen – eine willkommene Entlastung auf dem Jagermarkt. Dabei ist aber darauf zu achten, dass keine untergewichtigen Schlachtsauen geliefert werden!

Die Preisabschläge auf dem Schlachtschweinemarkt zogen auch die Jager weiter in die Tiefe. Vergleichbar tiefe Jagerpreise waren letztmals im Herbst 2006 zu verzeichnen. Obwohl von den Mästern im normalen Rahmen eingestallt wird, ist es noch immer nicht gelungen, die Überhänge abzubauen.

Tobias Küng, Suisseporcs

Schlachtviehpreise

Teaser
Schweine
3.80
 
Ferkel
5.00
 
QM MT T3
7.90
 
QM VK A3
5.50
 
QM KV T3
12.30
 
Tränker
4.50
 
Lämmer
10.60
 

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