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Mehr Käse und Butter


 

Hans Rüssli
(Bild: zVg)

Kommentar in der Bauernzeitung vom 1. Oktober 2010

Milch wurde laut dem Monatsbericht über die Marktlage Milch und Milchprodukte auf www.swissmilk.ch von Januar bis Juli um 0,8% mehr eingeliefert als in denselben Monaten 2009. Aus der Milch wurde bis Juli 105 724 t Käse produziert, das wäre eine Steigerung von 2502 t oder ein Plus von 2,4%. Auch wurde mit 33075 t Butter um 2,6% mehr Butter gebuttert. Die Magermilchpulver-Herstellung betrug bis Ende August 25 749 t, sie sank um 10%. Auch wurde bis August 10 447 t Vollmilchpulver produziert, hier ist ein Minus von 5,6% im Vergleich zur gleichen Vorjahresperiode festzustellen. Bei den Molkereiprodukten (Konsummilch, -Rahm, Joghurt und diversen Spezialitäten) stieg die Produktion um 0,8% an.

Der Käseexport läuft eigentlich nicht schlecht. Bis Ende Juli wurde annähernd 34 000 t Käse exportiert, das bedeutet eine Steigerung von 821 t oder 2,5%. Leider stiegen die Käseimporte stark, vor allem die der billigen Frisch-, Halbhart-, Hart- und Schmelzkäse. Bis Ende August wurden rund 31000 t Käse importiert, das sind 1865 t oder 6,4% mehr.

Beim Appenzeller Käse wird für Oktober voraussichtlich eine Einschränkung beschlossen – der schwache Euro lässt grüssen. Beim Emmentaler Switzerland wurde für August bis Oktober eine Produktion von 70% festgestzt. Beim Gruyère wird nach Reglement, das heisst 100% der Vertragsmenge, gekäst. Leider kommt zum sinkenden Euro noch der schwache Dollar hinzu, was dem Käseexporte voraussichtlich zusätzlich arg zusetzen wird.

Der Buttermarkt leidet am 9385 t schweren Butterlager, das ist 7000 t mehr als für den Milchmarkt gut wäre. Es gibt nur zwei Lösungen: Entweder findet sich Geld um Butter zu exportieren oder diese Butterlager werden den Milchpreis indirekt unter Druck setzen. Als erste Entlastung sollte der von der BO Milch beschlossene Butterexport von 3000 t Butter zuerst finanziert und dann durchgeführt werden. Der EU-Preis für Butter liegt zurzeit umgerechnet bei 5 Fr. je kg. Das ist verhältnismässig guter Preis. In der EU steigen die Milchpreise an auf rund 30 Eurocent.

Hans Rüssli, SBV

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