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Begehrte Schlachtkühe


 

Karin Gafner

(Image: zVg)

Kommentar in der Bauernzeitung vom 25. September 2009

Die grosse Kuhschwemme, wie sie angesichts der Lage auf dem Milchmarkt schon im Frühling auch auf den Herbst noch einmal erwartet worden war bleibt weiterhin aus. Zwar sind die Kuhschlachtungen dieses Jahr deutlich höher als 2008, insgesamt wurden rund 17% mehr Kühe geschlachtet. Doch das Angebot hat sich gut über das ganze Jahr verteilt und die Nachfrage war entsprechend gut sodass nie ein riesiges Überangebot entstand. Einzig Ende April war kurzfristig ein zu grosses Angebot zu beobachten. Der Spuk war aber schnell wieder vorbei. Die Durchschnittspreise lagen rund 9% unter Vorjahresniveau und entsprechen damit ungefähr dem Schnitt von 2007.

Wie schon im Herbst 2008 passten die Verarbeiter Mitte August den nach ihrer Meinung zu hohen Kuhpreis nach unten an. Und wie schon im Vorjahr entsprach diese Anpassung nicht dem Markt. Zwar wurde der Preis 2009 nicht ganz so massiv gedrückt wie letztes Jahr, aber auch die Anpassung von 40 Rp. erweist sich jetzt als falsch. Der Preis ist innerhalb von wenigen Wochen wieder um denselben Betrag gestiegen und der Tabellenpreis der Proviande liegt jetzt bei Fr. 6.80 je kg SG für T3-Tiere. Dieser Anstieg entspricht im Gegensatz zur vorangehenden Senkung jedoch der herrschenden Marklage. Ein kleines bis normales Angebot trifft auf eine sehr gute Nachfrage. Kühe, vor allem gedeckte Tiere, sind gesucht, die Nachfrage kann nicht vollständig befriedigt werden.

Wer Kühe schlachten will, muss jetzt dafür den entsprechenden Preis zahlen. Für schöne Posten sind in den Schlachthöfen daher auch mal 10 bis 20 Rp. mehr zu realisieren. Aber auch auf den öffentlichen Märkten wurden die Kühe sehr lebhaft gehandelt. Auf einigen Märkten wurden die Tiere um bis zu 40 Rp. überboten. Und auch für die kommende Woche sind die Anmeldungen auf den Märkten nicht gross.

Im Augenblick sind die Verarbeiter so stark auf der Suche nach Kühen, dass heute Freitag von Verwerterseite voraussichtlich Importe verlangt werden. Der nicht marktkonforme Preisabschlag auf Vorrat von Woche 36 ist nicht vertrauensfördernd und erschwert die Zustimmung der Produzenten zu Importen.

Karin Gafner, SBV

Schlachtviehpreise

Teaser
Schweine
3.80
 
Ferkel
5.00
 
QM MT T3
7.90
 
QM VK A3
5.50
 
QM KV T3
12.30
 
Tränker
4.50
 
Lämmer
10.60
 

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