Archiv Marktkommentare
Sommer 2009 auf dem Bankviehmarkt
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Karin Gafner, SBV
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Kommentar in der Bauernzeitung vom 24. Juli 2009
Das erste Halbjahr 2009 brachte den Bankviehproduzenten durchschnittlich rund 10% weniger Lohn als im Jahr zuvor. Die Preise rutschten Ende 2008 trotz Marktentlastung unter das Vorjahresniveau und lagen von da an jeweils deutlich tiefer.
Gemäss dem jahreszeitlichen Verlauf sind die Bankviehpreise in der zweiten Jahreshälfte jeweils höher als im ersten Semester. Auf die Woche 30 gab es für die Muni-Wochenpreise der Proviande einen ersten Aufschlag von 10 Rp. Dieser kam aber für einige Marktteilnehmer sehr überraschend und es sind nicht alle damit einverstanden. Der Preisanstieg wurde zwar erwartet, kommt aber Vielen zu früh.
Die Marktsituation hat sich im Gegensatz zu den vergangenen Wochen wenig verändert. Der Markt ist in etwa ausgeglichen. Die Nachfrage ist zwar leicht besser, es fehlt jedoch noch der Zug, um von einer freundlichen Marktlage zu sprechen. Das Angebot ist zurzeit klein bis normal bei entsprechender Nachfrage. Der neue Preis von Fr. 8.00 je kg SG für T3-Muni wird daher nicht in allen Schlachthöfen zu realisieren sein. Bei den Rindern hingegen sind die schönen Tiere rar und es wir der Tabellenpreis bezahlt.
Für den Marktverlauf der zweiten Jahreshälfte wird entscheidend sein, wie sich der Konsum entwickelt. Die Situation auf dem Milchmarkt sollte den Bankviehmarkt vorläufig nur am Rand beeinflussen.
Karin Gafner, Schweizerischer Bauernverband
