Archiv Marktkommentare
Korrektur Tabelle Kälber- KV
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Josef Fasel, Schweizer Kälbermäster-Verband SKMV
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Kommentar in der Bauernzeitung vom 20. Mai 2009
Ausgangslage: Gewisse Kreise auf Verwerterseite beanstanden seit einigen Jahren die Entwicklung der Schlachtkörper wegen der Genetik unserer Milchrassen. Dem Ruf nach einem weiteren Zerlegungsversuch nach 2006 wurde statt gegeben und von Proviande begleitet.
Bei aller Veränderung der Schlachtkörper und deren Auswirkung auf die verschiedenen Fleischstücke ist festzuhalten, dass Kalbfleisch, weil auf der Basis von Milch und Milchnebenprodukten produziert, eine aussergewöhnliche Spezialität ist und bleibt.
Die Kälbermäster legen grossen Wert darauf, dass dies immer wieder so kommuniziert wird und sind überhaupt nicht einverstanden mit dem seit längerer Zeit, von gewissen Kreisen gemachten Äusserungen, die –T Kategorie sei schlechte Qualität und dass diese entsprechend bestraft werden soll. In diesem Punkt haben sich die Mäster auch bei der diesmaligen Anpassung gewehrt und sie werden nie, eine Verschärfung und Schlechterstellung dieser Kategorie zustimmen. Im Gegenteil, das Ausgangsmaterial ist gegeben und es verlangt grosses Können und Spezialisten, um aus Milchrassen ein –T Kalb zu produzieren.
Die Kälbermäster sind gewillt gute Qualität zu produzieren und hätten daher sogar noch bessere Preise erwartet bei C, H und +T, sind sich aber auch bewusst, dass schlechtere Qualität entsprechend bestraft wird.
In der Diskussion um die Preistabelle kam immer wieder zum Ausdruck, dass in keiner andern Kategorie die Abweichungen zur Wochentabelle so gross seien wie bei KV. Dies resultiert auch daher, dass es durchaus Verarbeiter gibt, welche die gute Qualität zu schätzen wissen und diese entsprechend gut bezahlen. Das ist auch Markt. Die Kälbermäster sind auch bereit, die Situation der Tränkekälber und deren Qualität, frühzeitig zu erfassen, zu erkennen um damit die anfallenden Mastkälber in den Kat. A und X zu reduzieren. Ein Aufruf nach vermehrtem Besamen mit Mastrassen wird nur fruchten, wenn die gewünscht Qualität auch entsprechend bezahlt wird. Importfleisch bringt diesbezüglich auch keine Vorteile.
Josef Fasel, Vizepräsident Schweizer Kälbermäster-Verband SKMV
