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Kühe wirken auf Bankvieh


 

Bernhard Nicod,
VR Proviande
(Bild: zVg)

 

Kommentar in der BauernZeitung vom 20. März 2009

Auf dem Kuhmarkt gibt es zurzeit verwirrende Signale. So stiegen die Kuhschlachtungen in den letzten Wochen um 17 Prozent an gegenüber der gleichen Vorjahresperiode. Zum Glück nimmt der Markt die zusätzlichen Kühe problemlos auf. Laut SBV Statistik kletterte in den letzten 24 Monaten die Kuhzahl auf 727 000 Stück hinauf. Es werden nach wie vor ansehliche Mengen an Kuhhälften importiert, so 400 t vom 23. März bis 19. April. Aber im Vergleich zur gleichen Zeit des Vorjahres wurden bisher 20% weniger Kuhfleisch importiert und das genügte zur Marktversorgung. Der Kuhpreis blieb bisher stabil. Es scheint, dass er aufgrund der Marktverhältnisse etwas unter Druck geraten könnte.

Schon seit mehreren Monaten erwartete man ein höheres Kuhangebot auf den Märkten. Die Zahlen zeigen uns, dass die Voraussagen richtig waren aber dank einer leicht steigenden Nachfrage bleibt das Gleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage zurzeit stabil

Leider, leider ist die Situation auf dem Milchmarkt nicht so gut wie auf dem Schlachtviehmarkt. Noch ist vieles ungewiss, aber es ist aufgrund des endgültigen Endes der Milchkontingentierung per kommenden 30. April damit zu rechnen, dass die Kuhbestände verringert werden und als Folge davon logischerweise mehr Kühe geschlachtet werden.

Die Auswirkungen des stärkeren Kuhangebotes sind schwierig abzuschätzen. Sicher sinken die Kuhimporte, was wiederum positiv für den Bankviehmarkt wäre. Denn der Import von vollfleischigen Kuhhälften samt Nierstücken und Filet konkurrenziert jeweils indirekt den Absatz von inländischem Bankvieh.

Ich rufe die Kuhbesitzer auf, jetzt den Kuhbestand rechtzeitig zu reduzieren, damit dafür die Angebotwelle im Mai etwas schwächer ausfallen wird.

Bernhard Nicod, Landwirt und Verwaltungsrat Proviande

Schlachtviehpreise

Teaser
Schweine
3.80
 
Ferkel
5.00
 
QM MT T3
7.90
 
QM VK A3
5.50
 
QM KV T3
12.30
 
Tränker
4.50
 
Lämmer
10.60
 

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