Archiv Marktkommentare
Tipps für den Milchvieh-Handel im Herbst
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Ueli Barth, Vianco
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Kommentar in der Bauernzeitung vom 19. Juni 2009
Die Schwierigkeiten auf dem Milchmarkt werden dazu führen, dass im kommenden Herbst das Angebot an Milchvieh gross sein wird.Deshalb ist Milchbauern zu empfehlen, die Kühe, mit denen nicht weiter gezüchtet wird, jetzt zu guten Preisen in den Schlachthof zu liefern.
Viehzüchter, welche im kommenden Herbst Milchvieh anbieten, müssen folgende Tipps beachten. Nur junge Kühe in den drei ersten Laktationen, seit einem oder zwei Monaten gekalbt, anbieten. Hochträchtige Tiere sind schwieriger abzusetzen wegen den Risiken bei der Geburt, möglichen Euterproblemen oder Stoffwechselkrankheiten. Die verkaufsbereite Kuh hat vier gesunde Euter-Viertel, der Schalmtest ist in Ordnung, die Melkbarkeit ist gut und sie hat sich vom Geburtstress gut erholt. Die Milchleistung beträgt in der 1. Laktation mindestens 25 kg Tagesmilch, ab der zweiten Laktation sind es mindestens 30 kg.
Die moderne Milchkuh ist eine milchbetonte Holstein, Red Holstein oder Brown Swiss. Für Original Braunvieh und Simmentalerkühe ist die Nachfrage bescheidener. Die Milchkuh hat ein gesundes Fundament und ein funktionelles, gut aufgehängtes Euter. Beides sind wichtige Merkmale für Langlebigkeit. Immer wichtiger werden die Milchinhaltstoffe Fett und Eiweiss wegen der Bezahlung der Milch nach Gehalt.
Kühe mit Hörnern können wegen der höheren Unfallgefahr und der Haltung vorwiegend in Laufställen, nur mit Mühe und billig verkauft werden. Es lohnt sich, Zeit in das Styling der Kuh und das ruhige Laufen an der Halfter zu investieren. Eine saubere, frisch geschorene und tüchtig marschierende Kuh, die an der Halfter läuft, ohne dass sich die führende Person mit einem Stock bewaffnen muss, verkauft sich um vieles besser. Die Vianco verkauft nur Kühe mit schriftlicher Währschaft auf vier gesunde Viertel und garantierter Tagesmilch, gesund und recht auf neun Tage. Vergesst aber nicht, eine neu eingestallte Kuh braucht Eingewöhnungszeit an die neue Umgebung, an die veränderte Futterration und an die neue Herde.
Ueli Barth, Vianco
