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Ernte 2009: Erste Schätzung der ausgesäten Flächen
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Didier Peter, Swissgranum
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Kommentar in der BauernZeitung vom 13. Februar 2009
Die im Herbst 2008 ausgesäten Brotweizenflächen dürften gegenüber der vorangehenden Kampagne um rund 2’500 ha zugenommen haben. Die Futterweizen- und Wintergerstenflächen dürften hingegen um 2'000 ha, resp. 2'200 ha zurückgegangen sein. Für Roggen, Dinkel und Wintertriticale gehen die Schätzungen davon aus, dass die Anbauflächen um 550 resp. 300 und 550 ha zugenommen haben.
Der Bereich Statistik des Schweizerischen Bauernverbandes hat im Auftrag von swiss granum eine erste Schätzung der Anbauflächen von Wintergetreide und Raps vorgenommen. Diese Schätzung basiert, nebst den Saatgutverkäufen, auf verschiedenen Parametern, wie den klimatischen Bedingungen bei der Aussaat, den Saatgutrestposten und den Flächen, die in den vorangehenden Jahren tatsächlich angebaut wurden. Da die Angaben der Flächen 2008 (Vergleichswerte) noch provisorisch sind, muss die nächste Erhebung abgewartet werden, bevor definitive Schlüsse gezogen werden können. Alle nachstehend erwähnten Flächen umfassen ebenfalls die Saatgutproduktion.
Mit rund 77’500 ha haben die Anbauflächen von Winterbrotweizen gegenüber der letzten Kampagne um 2'500 ha zugenommen (+ 3 %). Dies erklärt sich hauptsächlich mit der Zunahme bei den Klassen Top und I, welche den Rückgang in der Klasse II überkompensiert. Die Futterweizenflächen weisen zum zweiten aufeinanderfolgenden Jahr einen starken Rückgang, um rund 2'000 ha auf (- 16 %) und dürften sich auf 10’200 ha belaufen. Dieser Rückgang ist in Anbetracht der grossen Nachfrage und des hohen Ertragspotenzials der empfohlenen Sorten bedauerlich.
Beim Brotweizen erreichen die verschiedenen Qualitätsklassen folgenden Anteile der Saatgutverkäufe (Quelle: swisssem): Klasse Top 34 %, Klasse I 48.5 %, Klasse II 16 %, Klasse Biskuit 1 % und Klasse III 0.5 %. Zinal (20 %) liegt wiederum an der Spitze und zwar vor Arina (15 %) und vor Siala (14.5 %). Weiter folgen Runal (9.5 %), Levis (9 %), Ludwig (8 %), Titlis (6.5 %) und Forel (3.5 %).
Tapidor ist die am meisten angebaute Futterweizensorte (50%), vor Winnetou (27 %) und Mulan (20 %).
Die Roggen- und Dinkelflächen werden auf 2’550 ha (+ 550 ha) resp. 3'100 ha (+ 300 ha) geschätzt. Diese zwei Sorten weisen seit einigen Jahren eine kontinuierliche Zunahme auf.
Mit rund 29’500 ha sind die Wintergerstenflächen gegenüber der vorangehenden Kampagne wiederum um praktisch 2’200 ha rückläufig (- 7 %). Diese Getreideart weist leider seit mehr als 10 Jahren einen Rückgang auf. Bei den Saatgutverkäufen liegen Fridericus (26 %), Franziska (25 %) und Landi (24.5 %) klar an der Spitze. Sie werden gefolgt von Plaisant (6.5 %), Caravan (5.5 %), Laverda (3 %) und Jasmin (2.5 %). Die Triticaleflächen werden auf rund 10’500 ha (+ 550 ha) geschätzt. Wie letztes Jahr liegt Triamant (42 %) bei den Saatgutverkäufen an erster Stelle. Dann folgen Prader (18 %), SW Talentro (15.5 %), Bedretto (15 %), und Dorena (8.5 %).
Beim Raps (einschliesslich NWR) gehen die Schätzungen von einer Aussaatfläche von rund 23’000 ha aus. Diese Fläche ist erheblich grösser als die der letzten Kampagne, dies als Folge einer starken Zunahme der Nachfrage.
Diese Schätzungen sind rein provisorisch. Umfassendere Informationen, insbesondere zur Situation am Ende des Winters, müssen noch abgewartet werden. Beim Getreide muss auch die Frühjahresaussaat berücksichtigt werden.
Didier Peter, Swissgranum
