Preise
Aktuelle Marktpreise auf agrigate.ch
Schlachtviehmärkte
Die überwachten Schlachtviehmärkte der Proviande:
Aktueller Marktkommentar aus der BauernZeitung
Marktberuhigung beim Bankkalb
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Brigitte Meier (Image: zVg) | |
Kommentar in der Bauernzeitung vom 26. Februar 2010
Zwar kommt der mehr oder weniger stark ausgeprägte, alljährliche Preissturz anfangs des Jahres regelmässig. Heuer fiel er jedoch ausserordentlich markant aus. Binnen 6 Wochen sank der Preis für das Bankkalb T3 von Fr. 15.70 auf 13 Franken. Ein weiteres Übel ist das zum Ausserkontingentszollansatz von nur Fr. 6.38 je kg importierte, gepfefferte Kalbfleisch für die Gastronomie. Die Schlachthöfe schlachteten viel weniger Kälber und entsprechend staute sich das Angebot an. Die Abnehmer liessen sich Zeit mit dem Einkauf, bis der künstliche Nachfragerückgang die Preise auf 13 Franken gesenkt hatte. Extreme Preisschwankungen verursachen indirekt Qualitätsprobleme: Kälber werden viel zu leicht (weit unter 200 kg) oder dann viel zu schwer (weit über 200 kg) geschlachtet.
Inzwischen hat sich der Kälbermarkt beruhigt bei tiefen 13 Franken. Micarna und Bell AG schlachten wieder einiges mehr, Verkaufsaktionen sind geplant. Auf Ostern, ab Mitte März, dürfte das Kalbfleisch stärker gefragt sein und die Preise spätestens wieder steigen. Falls trotz den Aktivitäten die Preise wieder sinken würden, müsste das Kalbfleisch eingelagert werden. Diese Marktentlastungsmassnahme wäre nicht gut, denn noch sind die Lager von letztem Jahr nicht geleert. Eine frühe Einlagerung würde den Markt das ganze Jahr zusätzlich belasten.
Die Talsohle beim Bankvieh ist erreicht. Verkaufsaktivitäten bewirkten vermehrt Schlachtungen. Mit der Preisstabilisierung bei Fr. 7.90 für Muni T3 hat sich die Marktsituation wieder entspannt. Die Preise beim Bankvieh sind dennoch auf tiefem Niveau.
Trotz der sehr guten Nachfrage nach Kühen, kann deren Preise nicht erhöht werden, weil die Preisdifferenz zu den Rindern zu wenig gross ist. Seit Mitte Oktober hat sich beim Verarbeitungsfleisch der Preis auf Fr. 6.60 für Kühe T3 stabilisiert mit einem nur kurzen Preiseinbruch über den Jahreswechsel. Die sehr gute Nachfrage bei den Kühen zeigt sich auch durch die einseitige Importversteigerung. Bell ersteigerte die gesamte Menge von 450 Tonnen Verarbeitungsfleisch. Für den McDonald braucht Bell dennoch Schweizerkühe. Bei den Schlachtschweinen ist endlich eine bessere Marktlage in Sicht. Die Preise wurden um 10 Rp. pro kg Schlachtgewicht angehoben, während die Ferkel schon länger Preisanstiege verzeichnen.
Brigitte Meier, SBV

