Arbeitswirtschaft als Querschnittsaufgabe
Zur Einstimmung
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Arbeitswirtschaft – deren Bedeutung wir alle beschwören,
wollen Sie wirklich etwas davon hören?
Beim Heuen und Bschütten,
im Haushalt, im Stall,
ja- Arbeitswirtschaft ist überall!
Darin sind wir alle schon Spezialist,
und trotzdem bauen wir häufig Mist!
Drum wollen wir gemeinsam Zeit investieren,
überflüssige Arbeiten effizient strukturieren.
mit Methoden, Maschinen und Computern rationalisieren.
Bewusst sag ich wir, denn nicht nur den Bauern,
die Tücken von Arbeit und Wirtschaft auflauern,
bald bringt uns die Arbeitswirtschaft so weit,
dass wir erkennen – es geht um die Zeit!
Doch Zeit ist Leben – wer's nicht schnallt - liegt daneben,
drum auf in den Kampf – nimm dir Zeit zu Leben!
H. Meier, AGRIDEA
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Arbeitswirtschaft als Querschnittsaufgabe
Die Arbeitswirtschaft im bäuerlichen Unternehmen ist eine Querschnittsaufgabe in mehrfachem Sinn, in dem sie sowohl auf strategischer wie auf operativer Ebene wichtig ist und in dem alle Familienmitglieder und alle Bereiche, wie Familie – Haushalt – Betrieb und Nebenerwerb von ihr betroffen werden.
Wer, wo, wieviel Arbeit einsetzen soll, wird oft zum Problem, wenn nicht bewusst in der Familie darüber diskutiert wird und wenn ohne vorgängige Arbeitsplanung betriebliche Wachstumsschritte vorgenommen werden.
Die bäuerlichen Unternehmen von heute müssen rationeller, ökologischer und billiger produzieren und dazu spezieller und marktorientierter verkaufen. Vielfach suchen sie zusätzlich nach paralandwirtschaftlichen Tätigkeiten oder Erwerbskombinationen, um eine bessere Wertschöpfung zu erreichen.
Doch solche Anpassungen, Ergänzungen oder Neuausrichtungen der Betriebe und Haushalte haben immer auch arbeitswirtschaftliche Konsequenzen. Es droht permanent die Gefahr, dass den elementaren menschlichen Bedürfnissen und der körperlichen und seelischen Gesundheit nicht genügend Sorge getragen wird. Die arbeitswirtschaftlichen Auswirkungen von betrieblichen Umstellungen müssen darum ebenso gründlich durchdacht werden wie die Produktions- und Absatzplanung oder die finanzielle Planung.
Fehlt eine sorgfältige arbeitswirtschaftliche Planung, so bleiben die negativen Folgen nicht aus, nämlich:
- Chronische Überlastung von Bäuerin und Bauer
- Gesundheitliche Störungen
- soziale Probleme als Folgen von Stress
- Zuwenig durchdachte, spontane Investitionen zur Beseitigung von Arbeitsspitzen
- Fehlschläge bei zusätzlichen Aktivitäten infolge Unterschätzung des Arbeitszeitbedarfs und der notwendigen Kenntnisse und Fähigkeiten



Hansjörg Meier

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