Neue Regionalpolitik NRP
2008, wurden unter dem Dach des neuen Gesetzes zur Regionalpolitik vier gesetzliche Vorläufer mit Massnahmen zur regionalen Förderung abgelöst und zusammengefasst (Investitionshilfe für Berggebiete, Verordnung über die Hilfe zugunsten wirtschaftlicher Erneuerungsgebiete, Regio Plus und INTERREG). Damit wurde die Basis für mehrjährige Umsetzungsprogramme geschaffen.
NRP als neues Instrument der seco
Das Instrument des Bundesamtes für Wirtschaft (SECO), die Neue Regionalpolitik (NRP) betrifft alle Berggebiete, das ländliche Umfeld generell (alle Kantone) und die grenzüberschreitenden Gebiete.
Die NRP setzt sich aus drei Ausrichtungen zusammen:
- (1) Unterstützung von Projekten,
- (2) Koordination mit den anderen Sektoralpolitiken,
- (3) Wissenssystem über die Regionalentwicklung
regiosuisse – Netzwerkstelle der Regionalentwicklung
Innerhalb der Ausrichtung (1), betrifft eine der thematischen Prioritäten die Landwirtschaft: „Wertschöpfung in der Landwirtschaft durch offene Märkte steigern“.
Kern der NRP sind die kantonalen Umsetzungsprogramme mit lokalen Akteuren und Regionen. Jeder Kanton legt dabei die Strategie fest, die er verfolgt. Für das Wissensmanagement zur Regionalentwicklung sowie für die Weiterbildung der Akteurinnen und Akteure, welche die NRP in den nächsten Jahren umsetzen, wird als zentrale Massnahme die Netzwerkstelle Regionalentwicklung - regiosuisse – betrieben. Sie stellt die zentrale Massnahme der Ausrichtung (3) der NRP dar.
link zu den Seiten von regiosuisse
INTERREG IV – Interregionale Zusammenarbeit
Zusätzliche sollen interkantonale und internationale Projekte gefördert werden (INTERREG IV). INTERREG IV stammt dabei ursprünglich aus der Europäischen Union aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung. Es besteht aber auch für Projekte aus der Schweiz die Möglichkeit Fördermittel vom Kanton zu erhalten. Die Höhe der Fördermittel schwankt je nach Anzahl der am Projekt beteiligten Kantone und kann maximal 60% betragen. Die Tätigkeiten innerhalb der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit werden je nach Gebiet, dessen geographischer Lage und der Projektidee drei Programmen zugeordnet:
- INTERREG IV A: Grenzüberschreitende Zusammenarbeit (zwischen benachbarten Gebietskörperschaften)
- INTERREG IV B: Transnationale Zusammenarbeit (zwischen nationalen, regionalen und lokalen Behörden, die nicht direkt aneinander grenzen). Ziel: Förderung räumlicher Integration
- INTERREG IV C: Interregionale Zusammenarbeit zum Aufbau regionaler Netzwerke
link zu ausführlichen Informationen zu INTERREG
Innotour – Schnittstelle zum Tourismus
In enger Zusammenarbeit mit dem NRP wird innotour vollzogen. Innotour ist das Instrument zur Verbesserung von Struktur und Qualität des Schweizer Tourismus Angebots. Das Parlament hat für 2008-2011 21 Millionen Franken bewilligt. Gesuche können beim Ressort Tourismus eingereicht werden. Das Programm soll vor allem grössere Projekte, oder Projekte aus Schlüsselbereichen fördern.


Silke Hein
Beratungsadressen
